Liberal-Konservative Reformer wieder im Europaparlament vertreten

2. Juli 2021

Lars Patrick Berg wechselt zu LKR

Berlin, 2. Juli 2021 - Der Europaabgeordnete Lars Patrick Berg aus Baden-Württemberg ist der Partei Liberal-Konservative Reformer (LKR) beigetreten. Damit ist die LKR seit dem Ausscheiden ihres Parteigründers Bernd Lucke wieder im Europaparlament vertreten. Zeitgleich wurde Berg auch in die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer im Europaparlament aufgenommen, deren deutsches Mitglied auf Parteiebene die Liberal-Konservativen Reformer sind.

Der LKR-Bundesvorsitzende Jürgen Joost erklärte dazu, dass der Beitritt von Lars-Patrick Berg knapp drei Monate vor der Bundestagswahl ein deutliches Signal für die Rolle sei, die die LKR auch über die Bundestagswahl hinaus einnehmen wolle: „Deutschland braucht eine liberal-konservative Partei, die dieses von CDU und CSU preisgegebene Spektrum abdeckt und den Wählern dazu ein demokratisches Angebot unterbreitet.“

Lars Patrick Berg: „Ich habe mich in intensiven Gesprächen mit Jürgen Joost, aber auch mit dem Landesvorstand Baden-Württemberg, davon überzeugt, dass nicht nur meine europapolitischen Vorstellungen mit denen der LKR deckungsgleich sind, sondern dass wir vor allen Dingen auch darin übereinstimmen, dass die Etablierung einer liberal-konservativen Partei in Deutschland geradezu eine staatspolitische Notwendigkeit ist. Das gilt unabhängig von kurzfristigen Zielen und Wahlergebnissen und geht über die Bundestagswahl hinaus. Es ist ein mittel- und langfristiges Projekt, in das ich mich nach Kräften einbringen möchte.“

Lars Patrick Berg gehört dem Europaparlament seit 2019 an und wurde über die AfD-Liste gewählt. Aufgrund der innerparteilichen Entwicklungen, die er für nicht mehr umkehrbar halte, habe er sich entschlossen, die AfD zu verlassen. Das Fass zum Überlaufen habe der Beschluss des jüngsten AfD-Bundesparteitags gebracht, den Austritt Deutschlands aus der EU zu fordern. Diese Forderung sei für ihn weder zu vertreten noch zu vermitteln. Demgegenüber stehe die klare Position der LKR, die eine Reform der EU, Verschlankung der Strukturen und Konzentration auf die Kernkompetenzen anstrebe: „Meine europapolitischen Vorstellungen sind mit denen der LKR deckungsgleich. Die LKR verkörpert das, wofür wir 2013 bei Gründung der AfD angetreten sind: intelligente politische Lösungen als alternatives bürgerliches Angebot zur Union.“