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Ahnungslos oder raffiniert?  Auf jeden Fall „grün“.

Ahnungslos oder raffiniert?  Auf jeden Fall „grün“.

Ein Kommentar des LKR-Bundesvorsitzenden Jürgen Joost.

„Signifikante Auswirkungen auf Einzelpreise und auf das Preisniveau, insbesondere auf das Verbraucherpreisniveau, werden nicht erwartet.“

Diesen Satz hat laut Spiegel vom 19.10.2022 das zuständige Wirtschafts- und Energieministerium in den Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes hineingeschrieben.

Folgende Spiegel-Meldung ist ebenfalls  vom 19.10.2022:

„Das Münchner Ifo-Institut erwartet nach dem angekündigten Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Weiterbetrieb der drei noch aktiven Atomkraftwerke mit einer deutlichen Entspannung für die Strompreise in Deutschland. Der Streckbetrieb aller drei verbliebenen Kernkraftwerke bis Ende April könnte die Strompreise über das ganze kommende Jahr gerechnet um etwa neun Prozent drücken, sagt der Ifo-Energieökonom Mathias Mier der ‚Augsburger Allgemeinen‘.“

Abgesehen davon, dass diese Stellungnahme aus dem Ifo-Institut ein überragendes Argument für die über den 15. April 2023 hinausgehende Verlängerung der AKW-Laufzeiten bietet, beweisen diese Zitate in erster Linie eines:

Die erschreckende Inkompetenz des von dem in jeder Hinsicht grünen Robert Habeck geführten Wirtschafts- und Energieministeriums.

Die Herrschaften einschließlich des stets betroffenen Ministers, die bereits die unsägliche und zum Glück mittlerweile eingestampfte „Gaspreisbremse“ ausbaldowert hatten, kennen offensichtlich nicht einmal die Mechanismen zur Bildung des Strompreises.

Dieser wird nach dem sogenannten „Merit-Order“-Prinzip gebildet.  Ganz einfach ausgedrückt bedeutet dies: Die Grenzkosten des zuletzt zugeschalteten teuersten Kraftwerks bestimmen den Preis für alle.

Das bedeutet: Wenn derzeit Gaskraftewerke zugeschaltet werden, weil Wind-, Sonnen-, Atom- und Kohlestrom nicht ausreichen, explodieren die Strompreise. Also insbesondere dann, wenn die Sonne gerade nicht ausreichend scheint oder der Wind gerade nicht ausreichend weht.

Dann knallen insbesondere bei den Betreibern der hochsubventionierten Wind- und Solarparks die Korken der Sektflaschen, weil neben den Subventionen eine zweite Gelddruckmaschine angeworfen worden ist.

Wenn die Atomkraftwerke am Netz sind, müssen die auf absehbare Zeit exorbitant teuren Gaskraftwerke nicht hochgefahren werden. Das ist in zweifacher Weise gut, weil erstens der Strompreis niedriger bleibt und zweitens Gas gespart wird.

Wenn die Atomkraftwerke dauerhaft abgestellt sind, wird der Strom durch früheres Zuschalten von Kohle- und insbesondere Gaskraftwerken teurer, und sogar viel teurer. Davon profitiert dann unmittelbar und ganz besonders die grüne Wind- und Solarstrom-Lobby.

Eigentlich kann man das ganz leicht verstehen. Es sei denn, man ist in jeder Beziehung „grün“ oder pflegt eine besonders enge Beziehung zu den sogenannten „Ökostrom“-Erzeugern.

Ausgerechnet im Wirtschafts- und Energieministerium ist das leider der Fall, denn Habeck hat sich nach der Amtsübernahme mit einer Blase nunmehr hochdotierter grüner Wind- und Solarkraft-Lobbyisten umgeben, die täglich fleißig daran arbeiten, das Grab für den Wirtschaftsstandort Deutschland auszuheben.

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